Eine Scha®fe Herde

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eine XING - Gruppe zum Schmunzeln

Sonntag, 2. September 2012

SchafLOTTE®s erstes Business Treffen



Mein erstes Business-Treffen


....als ich noch in der megamäßigen Vorbereitung meines zukünfigen Big Business stand....





Ich kann es kaum glauben, in der Aufregung der Mittagsstunde werde ich plötzlich aus meinen himmlischen Schäfchen-Wolken-Träumen gerissen. Dafür hat es nur ein Klingeln des Telefons gebraucht. Meine Mitarbeiterin  geht ran wie immer (ich selbst kann mich nicht erinnern wegen meiner    Tiefschlafphase) und danach lässt sie den Chefhektiker raus. Alles bleibt liegen. Ich auch. Denn ich kenne Simone. Sie ist manchmal so spontan, dass sie nach ein paar Sekunden anfänglicher Hektik gar nicht mehr weiß, was sie eigentlich gerade spontan tun wollte....

Also rennt meine beste Mitarbeiterin durch die Räume, ich bleibe wo ich bin und genieße das Schauspiel. Und gähne noch einmal ausgiebig, um Simone zu zeigen, dass ICH die Ruhe selbst bin. Ich finde, ich habe jetzt bereits Führungsqualitäten, obwohl ich meinen Businessplan noch nicht mal angefangen habe, zu schreiben. Immer die Ruhe bewahren, alles überblicken, Unruhe ignorieren. Kann ich. Alles! Gähn.

Ich sehe sie nicht mehr. Ist sie schon weg??? He, ich wollte doch mit! Kopflos renne ich los und stolpere über meine super manikürten Hufe. Von chefmäßiger Lässigkeit keine Spur mehr. Es gibt Situationen im Leben, die gestatten es, von Plan und Souveränität abzuweichen. 


Langsam fährt sie mit dem Auto in Richtung Treffpunkt. Wieso verbreitet Simone immer so eine Hektik, wenn sie anschließend beim fahren fast einschläft? Und bevor ihr fragt: ja, das Auto hat einen zweiten Gang und noch mehr. Wir könnten rasen! SIE schleicht. Genau 138 km lang. Rrrrrr...schnarch.

Und da ist es: mein erstes Business-Treffen. Bin ich aufgeregt! Versteht mich nicht falsch, aber hier geht es zur Abwechlsung mal um mich. Ich will Kontakte knüpfen, Geschäftsleute kennenlernen. Vor allem Geschäfte machen, richtig große. Damit das mit dem Geld verdienen schnell geht. Simone braucht dafür Ewigkeiten. Ich glaube, sie ist bereits 9 Monate selbständig und immer noch keine Millionärin. Ich weiß wirklich nicht, was sie den ganzen Tag so treibt, dass das so lange dauert. Bei mir wird das ruck zuck gehen, sag ich euch. Das mache ich mal den Millionären klar, die wir gleich treffen werden.

Und schon sind wir da, eine Kneipe mitten in Norddeutschland. Und da sitzen sie: meine Erfolgsgeheimnisse. Ich muss sie nur noch aus den Schwerreichen rausholen. Ich werde gleich alles geben. Meine Mitarbeiterin wird sich fragen, warum sie mich nicht längst in die Geheimnisse des Geschäftslebens eingeweiht hat.



...hmm. Sehen Reiche nicht – äh – erfolgreicher aus? Zumindest kann ich keine echten Details erkennen, da sie im Qualm des Zigarettenrauchs untergehen.
Ok, auf meine Liste der wichtigen Dingen meiner zukünftigen Karriere kommt unbedingt noch die Marke Zigaretten, die die taffe Frau mir gegenüber einatmet. Hust! Keuch... O Gott. Ich muss dringend an meiner neuen Lässigkeit arbeiten. Und rauchen lernen. Das sieht erfolgreich aus. Und echt cool. Außerdem kann man so seine eigenen Ziele ziemlich vernebelt an den Mann oder die Frau bringen. Boah, ich bin jetzt schon pfiffig!

Ja, meine Favoritin ist diese Geschäftsfrau. Nach einer Weile bekomme ich durch intensives zuhören und anstarren mit, was genau sie tut. Geschäftlich natürlich. Etwas, was wir ALLE tun. Allerdings ohne Geld dabei zu verdienen. Dafür kriegt Mensch Geld???? Nicht zu fassen. Ob ich meine Geschäftsidee umschubse und diese aufgreife? Das soll laut Simone, die sich angeregt mit der taffen Frau unterhält (sie klaut doch nicht MEINE neue Geld-Verdien-Idee??), das älteste Gewerbe der Welt sein. Gewerbe? Also bei uns Schafen ist das Mittel zum Zweck. Hätte ich DAS gewusst!

Ok, Plan B. Oder vielleicht sollte ich erst einmal Plan A entwickeln – sicherheitshalber, versteht sich.  Echt scha®f, dieser Vormittag. Ich vergesse sogar, meine teuren Luxus-Grashalme zu verputzen. Sie welken seit zwei – nein vier Stunden vor sich hin. Simone ist irgendwie heute gar nicht nett, Ständig schubst sie mich aus den wahnsinnig wichtigen Gesprächen mit meinen neuen Geschäftspartnern. Und pausenlos  entschuldigt sie sich, weil ich dauernd blöke. Na, wie soll ich mich denn sonst unterhalten?

Ich muss dringend ein ernstes Wörtchen mit ihr reden, wenn wir wieder zu Hause sind….im Büro. Meinem Big Business. Na ja, bald.



SchafLOTTE®

Autorin: Simone Busack

Kommentare:

  1. kicher... ich muss mir das grad vorstellen... als hátte ich dabei gesessen... hust... nies... schnell noch nen Schluck Kaffee trink... echt LOTTE... mehr davon bittschön...!!!

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  2. ...*totalhust!!! Ich rauch immer noch nicht...muss ich um meinen Erfolg fürchten????? *röchel

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